Otto’s WMC 2019 Nachlese

Im weltbekannten französischen Weinbaugebiet Beaujolais (unsere Rotweinwinzer brauchen keinen Vergleich mit dieser Weltmarke zu scheuen) fand die 6. MCR Mah Jong Weltmeisterschaft statt.

Nach und nach traf unser kleines – 7 köpfiges – Team auf verschiedenen Wegen im beschaulichen Austragungsort ein und Donnerstag Abend waren wir komplett um sogleich die Eröffnungszeremonie zu versäumen – richtig versäumt haben wir Berichten zu Folge nichts.

Am Freitag Morgen erhielten die spät angereisten Spieler ihre Akkreditierung und nette Gastgeschenke vom sehr freundlichen Organisationskomitee. Danach ging es zum „Frühstück“ was lediglich die Hoffnung auf „Besseres“ weckte.

Der Spielsaal war für die 256 Teilnehmer (64 Tische) perfekt, angenehm temperiert, groß und gut ausgeleuchtet. Die Auslosung des Grunddurchgangs ebenso perfekt (ich hatte in diesen 8 Runden Spieler aus 10 Nationen!!!), ebenso die „Berichterstattung“ auf wohldurchdachten Formularen, wo man nurmehr die Ergebnisse eintragen musste. Nach 2 gespielten Runden dann der nächste „Rückschlag“: Lunch bei dem sich alle 256 Teilnehmer in einer Reihe anstellen mussten, wobei es zuerst auf jenem Teller Vorspeise gab, den man dann auch für die Hauptspeise verwenden durfte. Die Schulkantine inklusive Mobiliar und Esswerkzeugen hatte schon bessere Zeiten erlebt. Gott sei Dank gab es am Spielort einige gute Lokale welche wir des Abends fleißig frequentierten.

Die Organisatoren hatten einige Webseiten vorbereitet die man mit eingescannten Apps via Smartphone hätte erreichen sollen – leider nicht weil der Server überlastet war und das während des ganzen Events.

Einige nette Spieler haben dann händisch ausgehängte Listen fotografiert und auf Facebook gepostet, sodass wir ausreichend informiert waren.

Tag 2 unterschied sich von Tag 1 nur durch das Frühstücks, dass haben wir im Hotel eingenommen.

Am Abend war dann das Galadinner in einem entlegenen Weingut in Ordnung und wir wurden auch über die „Final standings“ informiert. Danach war klar wer im Finale an welchem Tisch spielen sollte – scheinbar nicht allen Spielern, denn am Sonntag morgen waren einige schon abgereist im Glauben, dass sie nicht mehr zu spielen brauchten weil nicht unter den „top Sechzehn“. Die beiden Finalrunden waren etwas kurios: Die Spieler wurden nach der Rangliste der 8. Runde in 16 Gruppen zu je 16 Teilnehmern aufgeteilt wobei das Ergebnis der 9.Runde Runde Basis für Zusammenstellung der „Final Tables“ war, an dem die Spieler um die Endgültige Platzierung kämpften.

Vor der letzten Runde dann der Worst Case: totaler Zusammenbruch des Computersystems. Man musste die letzte Runde händisch erstellen und jeder Spieler wurde in Englisch und Chinesisch zu seinem vorgesehenen Platz dirigiert.

Die erzielte Gesamtpunkte schienen somit im Endergebnis nicht mehr auf. Dementsprechend kurios (ich habe in meiner 13 jährigen Mah Jong Karriere so etwas noch nicht gesehen, auch nicht beim Schach oder sonstwo) ist dann auch die Endergebnisliste:

http://mahjong-europe.org/ranking/Tournament/TR_1000006.html

Dadurch kam es zur berechtigter Verwirrung einiger Spieler, da manche mit mehr erzielten Punkten am Ende hinter Spielern mit weniger Punkten gereiht wurden. Jeder Spieler hat seine eigene Scorekarte und konnte so seine erreichten Punkte feststellen.

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The King and I

Zum Wesentlichen: Nach 8 Runden noch „stolz“ auf dem unglaublichen 2. Platz gelegen musste ich mich am Ende – immer noch „stolz“ – mit dem 12. Platz „bescheiden“, und das als „Seniorteilnehmer“ – fast alle anderen hätten meine Kinder sein können.

Dem Turniermodus bin ich nicht „böse“, 2009 hat mich in Baden die letzte Runde, wo ich gegen die besten 3 antreten musste, vielleicht auch einen Stockerlplatz gekostet. Was solls, die Regeln galten für alle Teilnehmer und gewinnen konnte nur einer. Helmut Riegler, Andreas Riha und Elisabeth Frischenschlager haben den Finaleinzug nur knapp verpasst. und landeten letztendlich auf den Plätzen 59, 64 und 70. Qian Vollmann kam als 93. noch unter die Top100. Für unser kleines Land und Team – mit 5 von 7 „2-stelligen“ Spielern ein toller mannschaftlicher Erfolg.

256 Teilnehmer aus Amerika, Asien und Europa kämpften 10 Runden um den begehrten WM Titel – am Ende siegte mit Yong Zhou, wie immer, ein Chinese. Stark die Franzosen mit den Plätzen 2,3,13 und 14 und als Überraschung die Russen auf 5,6,10 und 11.

Vor der Siegerehrung hatte ich dann auch noch Gelegenheit die Chefschiedsrichterin, welche scheinbar einen kleinen Zusammenbruch erlitten hatte, verbal zu trösten und ihr für die immense Arbeit zu danken. Sie und ihr Team haben eine wirklich tollen Job gemacht und trotz einiger „Wirrnisse“ ein großes Turnier cool und beherrscht bis zum glücklichen Ende durchgezogen.

Da ich selbst einige Schach und Mah Jong Turniere organisiert habe weiß ich wieviel ehrenamtliche, unbezahlte und manchmal auch unbedankte Arbeit dahinter steckt.

Danke, wie ich meine auch im Namen aller österreichischen Teilnehmer.

Adieu Villefranche sur Saone

Bienvenido a OEMC in Valencia, September 2020

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